(1) Um an dem Ideenwettbewerb teilzunehmen, sollen die Teilnehmenden ihre Ideenbeschreibungen (Text oder Video) in deutscher Sprache bis zum 30. Juni 2020, 23.59 Uhr elektronisch über die Internetseite www.gesellschaft-der-ideen.de einreichen. Die Einreichung auf dem Postweg ist nicht möglich. Nach dem o. g. Zeitpunkt eingereichte Ideenbeschreibungen können bei der Auswahl der Gewinner/innen möglicherweise keine Berücksichtigung mehr finden.

(2) Die elektronisch eingereichten Ideenbeschreibungen in Textform dürfen einen Umfang von zwei DIN-A4-Seiten nicht überschreiten (Seitenbegrenzung, Arial, Schriftgröße 11 Punkt, Zeilenabstand mindestens 1,15 Zeilen, Seitenränder mindestens 2 cm). Die Ideenbeschreibungen in Textform sind in den Formaten „docx“ oder „pdf“ hochzuladen.

(4) Zur besseren Handhabung der Einreichungen geben die Teilnehmenden an, welchem der drei folgenden Themenbereiche ihre Idee schwerpunktmäßig zugeordnet werden soll:
Themenbereich A: Soziale Innovationen für den Austausch zwischen virtuell und real
Themenbereich B: Soziale Innovationen für den Austausch zwischen Stadt und Land
Themenbereich C: Soziale Innovationen für den Austausch zwischen Jung und Alt
Weitere Informationen zu den Themenbereichen finden Sie in der Förderrichtlinie (siehe 2.2).


(5) In den Ideenbeschreibungen (Text oder Video) soll die Idee dargestellt und erläutert werden. Die Ideenbeschreibungen müssen alle relevanten Informationen enthalten, um dem Kreis der Begutachtenden eine abschließende Bewertung zu ermöglichen.
Hierzu müssen folgende Fragen in der Ideenbeschreibung beantwortet werden:

1. Die Ausgangslage: Was ist die Herausforderung?
• Welche Situation wollen Sie verändern (gesellschaftliche Herausforderung)?
• Welche Personen oder Personengruppen stehen im Fokus (Zielgruppe)?
2. Die Lösung: Was ist Ihre Idee?
• Wie wollen Sie die Herausforderung konkret lösen?
• Warum ist Ihre Lösung wichtig für die Gesellschaft?
• Wie wird Ihre Lösung das gesellschaftliche Miteinander verändern?
• Was unterscheidet Ihre Idee von bisherigen Ansätzen?
3. Die Umsetzung: Wie soll es weitergehen?
• Welche Schritte würden Sie mithilfe des Preisgeldes unternehmen, um Ihre Idee weiterzuentwickeln und ein Konzept für die Erprobung der Idee zu erstellen?
• Was könnte bei der Weiterentwicklung und Erprobung Ihrer Idee wissenschaftlich untersucht werden?
• Wie könnte Ihre Idee langfristig in die Praxis umgesetzt werden


(6) Die Ideenbeschreibungen (Text oder Video) müssen den Projekttitel und den Namen des/der Teilnehmenden und ggfs. der einreichenden Institution/Organisation enthalten. Zudem muss eine zentrale Ansprechperson benannt werden, die berechtigt ist, die/den Teilnehmende/n im Rahmen des Ideenwettbewerbs mit anschließender Konzeptphase zu vertreten, insbesondere Erklärungen mit Wirkung für und gegen die/den Teilnehmende/n abzugeben und entgegen zu nehmen. Bei Einreichungen durch natürliche Personen sind diese zugleich selbst Ansprechperson.

(7) Die Teilnehmenden halten bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen die einschlägigen rechtlichen Vorschriften, insbesondere des Urheberrechts, ein.

(8) Ideenbeschreibungen, die bereits in anderer Form oder an einem anderen Ort kommerziell oder mit dem Ziel einer kommerziellen Verwertung eingereicht oder zur Aufführung gebracht worden sind, sind von der Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen. Sollte der Veranstalter nachträglich davon Kenntnis erlangen, dass eine der dotierten Ideenbeschreibungen bereits an anderer Stelle im Rahmen eines öffentlich ausgetragenen – kommerziellen oder nicht-kommerziellen – Wettbewerbs eingereicht worden ist, behält er sich eine nachträgliche Aberkennung des Preises sowie die Forderung nach Erstattung des durch die Auszeichnung erlangten geldwerten Vorteils vor.


(9) Wenn mit der eingereichten Ideenbeschreibung (Text oder Video) bereits an einer anderen Fördermaßnahme teilgenommen wird oder wurde, kann dies zum Ausschluss von der Fördermaßnahme „Gesellschaft der Ideen – Wettbewerb für Soziale Innovationen“ führen. Sofern bereits Fördermittel erhalten werden oder wurden, führt dies zur Vermeidung einer unzulässigen Doppelförderung zwingend zum Ausschluss.

(10) Sollte der Veranstalter davon Kenntnis erlangen, dass Teilnehmende zum Zwecke oder während der Produktion ihrer Ideenbeschreibung (Text oder Video) Handlungen vollzogen haben, die privatrechtliche Ansprüche Dritter verletzen, einen Straftatbestand im Sinne des Strafgesetzbuchs (StGB) erfüllen oder in sonstiger Art und Weise die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder ein von Toleranz und Vielfalt geprägtes Zusammenleben eingeschränkt haben, einschränken oder zukünftig einschränken werden, behält sich der Veranstalter den Ausschluss der Ideenbeschreibung
von der Teilnahme vor.

(11) Kosten, die den Teilnehmenden durch die Teilnahme am Ideenwettbewerb entstehen, werden nicht erstattet. Die Teilnahme selbst ist kostenlos.


§ 4 Auszeichnung mit dem Ideenpreis für Soziale Innovationen
(1) Die 30 besten Ideenbeschreibungen (Text oder Video) erhalten den Ideenpreis für Soziale Innovationen sowie jeweils ein Preisgeld in Höhe von 12.500,00 € für die Weiterentwicklung der Idee
und Ausarbeitung eines Konzepts.

(2) Die eingereichten Ideenbeschreibungen werden nach folgenden Kriterien bewertet und geprüft:
1. Erreichung der Zielgruppe,
2. Bedeutung für die Gesellschaft,
3. Veränderung des gesellschaftlichen Miteinanders,
4. Machbarkeit,
5. Neuheit,
6. Beschreibung möglicher direkter und indirekter Folgen,
7. Anknüpfungspunkte für Wissenschaft und Forschung.

Von den eingereichten Ideenbeschreibungen wählt der Veranstalter zunächst die 50 besten Ideenbeschreibungen aus. Aus diesen 50 Ideenbeschreibungen wählt der Veranstalter 10 Ideenbeschreibungen direkt aus, die mit dem Ideenpreis für Soziale Innovationen ausgezeichnet werden. Die übrigen 40 Ideenbeschreibungen werden auf der Internetseite www.gesellschaft-der-ideen.de präsentiert und dort von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen eines partizipativen Verfahrens nach dem Kriterium „Bedeutung für die Gesellschaft“ bewertet. Dieses Kriterium ist essentiell, um im Ergebnis Soziale Innovationen zu erreichen. Anschließend wählt der Veranstalter unter ausschlaggebender Berücksichtigung der Bewertungen der Bürgerinnen und Bürger hiervon 20 weitere Ideenbeschreibungen aus, die ebenfalls mit dem Ideenpreis für Soziale Innovationen ausgezeichnet werden.


(3) Die Preisgelder dienen der Weiterentwicklung der Idee und der Erstellung eines Konzeptes während der sechsmonatigen Konzeptphase. Sie sollen zweckgebunden eingesetzt werden für Sachausgaben wie z. B. die Anschaffung notwendiger technischer Bauteile, die Nutzung von Coworking-Angeboten, die Programmierung von Internetseiten oder Apps, die Vergabe von Studien oder für Gutachten. Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Die Verwendung des Preisgeldes für Elemente der Grundausstattung wie z. B. Einrichtungsgegenstände sowie für Personalausgaben ist nicht vorgesehen.

(4) Details zur Bekanntmachung und Verleihung des Ideenpreises für Soziale Innovationen werden vom Veranstalter rechtzeitig bekannt gegeben. Sind die auf der Internetseite www.gesellschaftder-ideen.de angegebenen Kontaktdaten der Ansprechperson fehlerhaft und kann dadurch keine Kontaktaufnahme mit der/dem Teilnehmenden erfolgen, erlischt der Anspruch auf einen etwaigen Gewinn. In diesem Fall rückt eine andere eingereichte und auf www.gesellschaft-der-ideen.de präsentierte Ideenbeschreibung nach.

(5) Bei Annahme des Ideenpreises für Soziale Innovationen sowie des Preisgeldes ist eine Teilnahme an der anschließenden Konzeptphase verpflichtend. Erfolgt nach Annahme des Preisgeldes keine Teilnahme an der Konzeptphase, so ist das Preisgeld an den Veranstalter zurückzuzahlen.

(6) Eine Barauszahlung des Preisgeldes ist nicht möglich. Aus der Teilnahme am Ideenwettbewerb kann kein Anspruch auf eine Förderung in der Konzeptphase abgeleitet werden.

(7) Die Annahme des Preisgeldes kann steuerliche Folgen haben. Der Veranstalter und die von ihm beauftragten Dienstleister erteilen hierzu keine einzelfallbezogenen Auskünfte. Verbindliche Auskünfte über die steuerliche Behandlung des Preisgeldes dürfen nur von der zuständigen Finanzbehörde bzw. fachkundigen Personen (Steuerberater u. a.) erteilt werden.