Für die Seite auf der wir über dieses Jahre und unsere Pläne berichten bitte auf die 2020 Seite gehen. Oder diesem Link folgen.

Hier ist eine Seite auf der altes, ungeordnetes und teilweise englisches Material durcheinander auftaucht welches noch überarbeitet werden muss und zum Großteil von 2019 stammt.


Hier seht ihr unseren aktuellen Stand wie wir uns der Außenwelt repräsentieren (w.i.p.) und stetig im Wandel.sich auf unseren aktuellsten Stand

Die interlink-unlock phase wurde in liebevoller und konzeptueller Anlehnung an das Wikimedia Accelerator Programm benannt. Momentan gibt es für Interlink keine Förderung und sowohl die Forschung als auch die Website wird privat finanziert. Wie wir im Impressum erwähnen haben wir keine ökonomischen Absichten und bemühen und deswegen um eine Förderung die unsere neutrale und humanistische Arbeit im Bereich der Digitalisierung unterstützt. Wir haben uns zuerst am 15.06.2020 für das Unlock Programm von Wikimedia beworben und werden hier rekapitulieren und spekulieren aus welchen Gründen interlink.life nicht angenommen wurde – und hoffen in Zukunft noch ein offizielles feedback dazu zu bekomen. Unser unlock sieht zwei weitere Bewerbungen von Interlink bei externen Systemen vor und wir möchten den Entwicklungsprozess und die erzeugten Inhalte entlang dieser Bewerbungen für alle sichtbar machen soweit es die Kapazität unseres kleinen Team erlaubt.

Am 15.06.2020 hat sich interlink.life mit der (ganz) unten angefügten Bewerbung bei Wikimedia Deutschland für deren Support im Rahmen eines Accelerators beworben (=Beschleuniger zur Projektumsetzung). Aus dieser Bewerbung entwickeln wir hier ein neues Gerüst, um später z.B. die grafischen Inhalte einheitlich zu gestalten die wir in der ersten Bewerbung nur beschreiben konnten da sie unseren Qualitätsstandards noch nicht entsprechen. Die Grafiken enstammten vielen verschiedenen Designs und werden grade für die Übersichtlichkeit dahingehend überarbeitet. Die Texte dieser Seite werden später in die Homepage eingebettet und für die folgenden Bewerbungen aufbereitet und weiterentwickelt damit nachvollzogen werden kann wie sich unsere Formulierungen und auch unser Projekt entwickeln und dazulernen. Bitte beachten, dass diese Seite evtl. häufig verändert wird und deswegen evtl in Design oder anderen Aspekten nicht optimal ist.


Unsere überarbeitete UNLOCK-Bewerbung

Projektitel: Interlink

I. Welches Problem löst eure Idee?

Interlink löst das Problem, dass wir zuviele redundante Lösungen, zuviele fragmentierte Lösungsansätze und zuviele dringende Probleme auf einmal haben, als das die bisherigen Systeme effizient und global agieren können.

Schauen wir mit nüchternen Augen auf die Datenlage kann man unschwer erkennen das die Welt in einem katastrophalen Zustand ist. Umweltzerstörung, globale Klimaveränderung, Resourcenverschwendung, soziale und ökonomische Ungerechtigkeit und Krieg bedrohen die Zukunft der Menschheit. Die Zeit zum Handeln läuft uns davon: Täglich sterben weltweit zwischen 30 und 150 Arten aus, spätestens in acht Jahren werden kritische Klima-Kippunkte mit fatalen Auswirkungen erreicht sein, 1,2 Milliarden Menschen leben schon heute in extremer Armut. Dabei ist nicht das Vorhandensein, sondern das Management der Ressourcen das Problem. Nahrungsmittel wären ausreichend verfügbar, doch der Transport und ihre Umverteilung werden durch Politik, Ökonomie und Machtkämpfe zu komplexen Problemen. Das Wissen um Hunger, Armut und Ungerechtigkeit ist seit über 20 Jahren über das Internet als Informationsquelle verfügbar aber es konnte bisher nicht dazu genutzt werden, diese Probleme langfristig und gemeinschaftlich anzugehen und dadurch zu lösen. Bis jetzt konnte die (theoretische) Informatik kein Konzept für die Bewältigung komplexer globaler Probleme bereitstellen da die Kluft zwischen künstlicher Intelligenz und von Menschen bedienbaren Interfaces zu groß war. Es gibt kein globales Konzept, um bestehende Ansätze zu koordinieren und neue Ansätze kollektiv zu entwickeln – von lokalen Lösungen bis hin zu Regierungssystemen. Auch gibt es keine globalen Regulierungen für den Einsatz von intelligenten Algorithmen oder beispielsweise Standards um auf die Einflüsse und Gefahren von Neuromarketing, Medienfälschung und Big Data aufmerksam zu machen. Firmen bekommen Millionen $ Zuschüsse um Recommender Algorithmen weiterzuentwickeln die Menschen zu persönlichkeitslosen Objekten diffarmieren – Konsumenten (agents) deren Verhalten optimiert werden soll, insbesondere das Verhalten welches Konsum zur Folge hat. Die Weltwirtschaft basiert nicht nur auf dem Ausnutzen von menschlichem Unwissen – sie ist auch nicht dafür vorgesehen humaner oder in irgendeiner Form intelligenter gestaltet zu werden. Dabei ist die nicht zu Ende gedachte Ökonomie das System, was unsere Leben zu wesentlichen Teilen gestaltet. Wir möchten das Menschen wieder Anschluss finden können an komplexe Systeme und das komplexe Systeme nicht mehr das Leben überschreiben dürfen.

Finanzsysteme und Erkenntnisumsetzung

Unsere Währung ist nicht intelligent – es gibt keinen Bezug zum Gesamtsystem, keinen Bezug zu Entscheidungsgestaltung und keinen Bezug zu den Anwendern der Währung. Unser Währungssystem degradiert Menschen zu Agents die man beliebig austauschen und modellieren kann, ohne auf Lebensumstände Rücksicht nehmen zu müssen – denn der Fokus liegt auf den Erfolgen und nicht auf dem Ausmaß der Miserfolge, wenn dies nur wenige betrifft oder diese nicht auf sich aufmerksam machen können. Ebenso steckt unsere Wissenschaft noch dahingehend fest, das solche Forschung belohnt und hervorgehoben wird, die signifikante oder anschauliche (spektakuläre) Ergebnisse liefert. Obwohl dem Wissenschaftler sehr bewusst ist das negative Ergebnisse für den Erfahrungsgewinn ebenso unerlässlich sind. Menschen betreiben de facto keine Wissenschaft, sondern eine mit Marketing, Publizismus und Lobbyismus durchsetzte Form des Erkenntnisgewinns, der nicht auf die Umsetzung neuer Erkenntnisse zum Wohl der Menschheit abzielt, sondern entweder nur dem Selbstzweck oder subjektiven Interessen oder Einschätzungen von Entscheidungsträgern.

Lethal Currency – eine tödliche Währung

Innerhalb des menschlichen Finanzsystems kann beliebig viel virtuelle Währung erzeugt werden und auch beliebig Währung fixiert werden. Es gibt keinerlei eingebettete feedback-Signale, keine Automatisierung z.B. für Menschen mit einem kompliziertem Finanzverhalten, es ist dem Fnianzssystem vollkommen gleichgültig ob ein Mensch oder eine leblose Maschine das Geld herumträgt. Das Finanzsystem selbst hat keine sinnvolle Architektur um dessen Aufgabe gerecht zu werden. Es wurden lediglich über zahllose Iterationen von Parteiwechseln verschiedene Ansätze eingebracht wie etwas reguliert werden kann das ad hoc vorhanden war und bereits lief – auf das sich aber keiner der der heutzutage lebenden Menschen je bewusst geeinigt hat. Die Angst vor alternativen zum Kapitalismus schürt Segregation und die Angst vor exponentiellem Kapitalismus schürt zu Recht ein Handlungsbedürfnis in den aufgeklärten Kulturschichten. Wir betrachten Deutschland 2020 als einen weltweit wahrgenommenen Hub (Knotenpunkt) für Entwicklung. Wir können die EU in neuartiger Weise reformieren und modernisieren wenn wir die Beteiligung der Zivilbevölkerung an der staatlichen und interstaatlichen Entscheidungsfindung auf zeitgemäße, interaktive und verständliche Weise koordinieren und aufrecht halten. Wir sehen zB. endlich bei Democracy Without Borders eine Zunahme an Interesse und gesellschaftlicher Kenntnisnahme. Wir denken die Demokratisierung der UNO könnte signifikant von einer demokratisierten, modernen und lebensfreundlichen EU profitieren. Diese ist nun überhaupt erst möglich, weil gerade wenn man als Startpunkt Deutschland zur Verfügung hat (bazug auf den #WirVsVirus Hackathon März 2020).


II. Stellt eure Idee vor.

Wir entwickeln ein digitales System, das im Rahmen eines offenen, dynamischen Konzepts beliebig komplexe Zusammenhänge verarbeitet und gleichzeitig so einfach ist, dass es von jedem genutzt und mitgestaltet werden kann.

Interlink ist keine Domain und kein Portal, sondern eine digitale Architektur, basierend auf einer Systemtheorie mit einer konzeptuellen Logik und Meta-Modellierungssprache. Die Logik basiert auf einer simplen aber sehr effizienten Kategorientheorie (LMR) von der eine konzeptuelle – leicht verständlichen Logik – eine fraktale multivalenten Logik abgeleitet werden kann. Auf die Modellierungssprache(n) und Modellsysteme geht der Entwickler von interlink auf seiner homepage genauer ein. Für den ersten Aufbau (build) einer Architektur unterscheidet interlink drei funktionelle Ebenen:

1. Wissensplattform, die einen effektiven Zugriff auf globales Wissen und Bildungsangebote ermöglicht. Wikidata und Wikipedia wären hier die Anschlusspunkte bei der Wikimedia. Mit OpenData und der OpenKnowledgeFoundation und der Differenziertheit der gegenwärtigen open source Szene zeichnet sich deutlich ab das sich die Informationsgesellschaft nach einem offenen und unbedingten Zugriffs und Verwaltungssystem sehnt. Das Konzept der Linked Data und Open Linked Data wurde bereits etabliert, konnte sich jedoch nicht als langfristiges übergeordnetes system etablieren, wodurch WikiData derzeit nicht von allen mitgestaltet wird – und durch fehlende Interfaces auch nicht mitgestaltet werden kann. Es gibt eine Kluft zwischen Daten und Menschen.

Mit Interlink wollen wir nicht eine bestimmte Art von Wissen forcieren (zB. die erwähnte LMR Logik oder eine Ideologie) sondern den Forschungsbereich um interlink als Konzept motivieren und mit der Entwicklung von Ideen und Prototypen dazu anregen, Wissen und Diskussion über neuartige Kommunikationsinfrastrukturen (zunächst software) zu testen, entwickeln und etablieren.

2. Social Media-Plattform, die Personen und Gruppen vernetzt, die sich für eine nachhaltige und gerechte Welt einsetzen. Im Bezug auf medialen und sozialen Content kann man hier Commons erwähnen. Die Community hinter wikipedia hat jedoch nicht die Präsenz wie sie zB. reddit oder imgur erreichen. Der Grund ist offensichtlich, wenn man die eigene Datenproduktion reflektiert entsteht wesentlich weniger content. Zudem kann sich wikipedia trotz ihrer Rolle als digitale Enzyklopädie der Menschheit nicht so mit Unterstützung und Ressourcen stabilisieren wie es Großkonzerne oder spannendere Inhalte können.

3. Interface, welches in dynamischer Weise visualisiert wie sich lokale Entscheidungen global auswirken (skaliert daran, wie viele Menschen auf der Welt diese Entscheidung täglich/stündlich/ auch treffen). Ein Interface das auf dynamischen semantischen Netzwerken basiert könnte so z.B. für schädliche Systemzustände oder den Verlust von Connectivity / Benutzung Konzepte wie Eskalation (it security) nutzen, um automatisch auf Zustände aufmerksam zu machen oder einem Benutzer dessen Einfluss auf der Welt so darzustellen, als wenn alle Menschen wie er handeln würden. Ein Modellierungstool das solche Eigenschaften hat könnte für eine Vielzahl an Bereichen Optimierungen ermöglichen.

Wir wollen mit interlink die Forschung vorantreiben, wie sich persönliches und kollektives Handeln auf Umwelt und Gesellschaft auswirkt, wie dies konkret modelliert und koordiniert werden kann und wie wir die Gesellschaft durch Motivationskonzepte aktiv in die Entwicklungsprozesse neuer Regierungsapparate und einer grünen Digitalisierung einbeziehen können. Um den Schutz der Umwelt und den kulturellen Wandel zu beschleunigen und neue Synergien zwischen Wechselwirkung von Individuum und Gesellschaft zu ermöglichen, brauchen wir einen neuen Zusammenhalt. Covid19 gab uns zu verstehen, das dieser möglich ist – wenn es ein gemeinsames Ziel gibt. Deswegen denken wir aus Covid19 müssen wir lernen, das es kein Covid20 geben darf – unsere globalen Standards und unser Verständnis als globalisierte Spezies darf nicht mehr so unvorbereitet, fahrlässig und nationalistisch ausgerichtet sein. Viren kennen keine Grenzen, weder physische noch digitale. Doch das selbe gilt für Ideen und Hoffnung.

III. Partizipation

Interlink ist vom (logischen) Fundament aufwärts darauf ausgelegt, gemeinschaftlich entwickelt werden zu können und in komplexer Gemeinschaft übersichtlich und einsehbar zu bleiben.

Durch die (fraktale) Kategorisierung in Leben (links) Meta (mitte) und Ressourcen (rechts) kann für unterschiedlichste Detailgrade die selbe übergeordnete Ordnung beibehalten werden. [bessere Grafiken sind in Arbeit] {Hier (click) ist ein Link zu dem LMR System übertragen auf die Wikimedia Systeme}

Die Klassifizierung und Anordnung von Informationen würde bei unserem Interfacevorschlag einerseits über Votings ablaufen und andererseits über open source Algorithmen zur Komplexitätsreduktion (dafür wurde LMR entwickelt) und semantischen Verarbeitung. Auch die angewandte Vote-Mechanik selbst könnte dem User zur Auswahl überlassen werden. In diese Richtung geht z.B. das Ranked Choice Voting welches von fairvote vertreten wird. Der Autor beschreibt das Konzept eines Matrix Votes (steht in keinem Zusammenhang zu www.votematrix.com), welches verschiedene Gewichtungen und Detailgrade von Abstimmungseinträgen parallel ermöglicht. Interessierte oder angagierte User können detalierte Ansichten oder Bewertungen teilen (und ausführlich Stellung zu politischen Kontexten mitteilen), Menschen denen eine Ja/Nein Stimme aus politischer Ausdruck genügt, werden dadurch nicht benachteiligt. In Matrixvotes können zudem ein dynamisches Lizensierungs und Patentsystem integriert werden. Durch eine Laufzeitumgebung in der Patente aktiv modelliert werden kann so ermöglicht werden, das diese leichter in Open source Klassifizierungen übergehen wenn sie unwichtig oder unabdingbar geworden sind [ökonomisch irrelevant sind und nur bürokratie erzeugen – oder so relevant geworden sind das sie nicht mehr an finanzielle Mittel gebunden sein dürfen]. Votings könnten in so einer Umgebung wiederum persistenter, d.h. langlebiger modelliert werden. Die Stimme (oder Petition, welche bei Matrixvotes als gradient und nicht diskret modelliert wird) eines Menschen kann so lange einen Ping im System senden bis der Wähler nach seinen Vorstellungen die gewünschte Veränderung beobachten konnte [Anm. Doppel-Bezug zu oben prüfen]. So lassen sich zB. leicht konservative und sehr wechselhafte Verhaltensweisen unter einen Hut bringen, jemand der seine Meinung selten ändert sammelt ”Ruheenergie”, während ein aktiv lernender und vielseitig orientierter Mensch eher eine Kapazität sammelt die initiativ modelliert werden kann. Wenn Patente und deren Anwendbarkeit flüssiger wird und die Meinung und Werte von Menschen solide abgebildet wird (und nicht wie in bisheriger Ökonomie andersherum), ergäbe sich auf einfache Weise ein faires und lebensfreundliches Regulationssystem. (eine einfache Übertragung auf die Bereiche Währung und Datenschutz sowie Datentyp-Aufbau ist ebenso möglich, wird momentan in englisch ausformuliert)

Auch können Menschen so fließend Taskplaner und Habit-Trainer an diese Schnittstelle koppeln. Dies ermöglicht eine mehrdimensionale Interaktion der Gesellschaft, da die Schaffung einer gemeinsamen Basis erheblich erleichtert wird. Zudem lässt sich durch ein aktives Voting System der Gestaltungsauftrag der Bevölkerung an die Regierung deutlich (bzw. überhaupt) quantifizieren – denn die Ansichten und Meinungen von millionen Menschen können unmöglich auf eine eindimensionale Variable heruntergebrochen werden, das kann nicht funktionieren (Rechtspopulismus, Extremismus, Desinteresse, Ignoranz, internationales Versagen wie Hungersöte, Armut und Flüchtlingskrisen). Mit einem quantifizierten Bildungsauftrag und der Möglichkeit das dieser interaktiv auf die Regierung und deren Einflussnahme reagieren kann (Menschen ihre Stimme zum politischen Geschehen nicht nur alle paar Jahre sondern ständig ausdrücken können), kann ebenso die Erfüllung des Regierungsauftrages quantifiziert werden (ob eine gewählte Vertretung der Bevölkerung überhaupt das anstrebt was sie versprochen hat – denn bisher ist das rein rechtlich, völlig willkürlich, ob eine Partei ihr Programm einhält oder nicht hat keinerlei rechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen-außer dem Risiko 4 Jahre später Stimmen zu verlieren. Jeder kann versprechen was gerade populär oder im Zentrum der Aufmerksamkeit ist – um dann nach den Wahlen etwas völlig beliebiges zu tun ohne sich der Justiz gegenüber rechtfertigen zu müssen warum Punkte im Parteiprogramm unter den Tisch gefallen sind)

(natürlich sind solche interaktiven Systeme nicht als unkontrolliert dynamisch gemeint, sondern zB. in Legislaturen unterteilt die aber eher über Monate gehen und dann gestaffelt gewichtet werden. Zudem kann ein solches System eben auch die Auswahl von Wahlperioden oder Abstimmungssystemen variieren, und unter der Schirmherrschaft einer fundamentalen Verankerung der Rechte auf Leben auch für solche Menschen Schnittstellen ermöglichen, die sich von bisherigen Systemen ausgeschlossen fühlen.)

Anstatt eines toten numerischen Wertes für die vielfältige Zivilbevölkerung [eine Zahl zwischen 0 und 100, die Prozentzahl der erhaltenen Stimmen] brauchen wir dynamische und fortlaufend aktualisierende Repräsentationen – Petitionen wie auf Change.org müssen aktiv weiterlaufen, bis die Unterzeichner (ähnlich zu wikipedia) ein ‘Erledigt’ zu dem Problem absegnen. Diese petition/votings sendet solange einen ping (eine stimme) bis es entweder gelöst wurde oder z.B. in die Forschung übergeben wurde da es nicht so schnell gelöst werden kann wie es die Bevölkerung verlangt. Wenn ein Problem lange Zeit unbeachtet bleibt, weil es zum Beispiel nur eine kleine Anzahl von Usern betrifft kann auch hier Eskalation eingesetzt werden, damit Menschen die sich über Jahre hinweg benachteiligt und übergangen fühlen auch die Möglichkeit haben sich dem gesellschaftlichen Diskurs und politischem Geschehen anzuschließen. Inklusion muss weitergedacht werden. Denn auf die eine oder andere Weise betrifft sie jede, jeden und jedes System.

Interlink will mit seiner skalierbaren Architektur langfristig den globalen Datenverkehr optimieren. Dadurch kann Auslastung und Energieverbrauch von Rechenzentren verringert werden, und stattdessen zB. der Aufbau eines effektiven unbedingten (unkonditionellen) Rettungssystems eingeleitet werden da es diesbezüglich an globalen Standards fehlt. Nicht überall kann auf Notfälle reagiert werden, doch fast überall kann auf Daren zugegriffen werden. Wir brauchen ein System das extrem schnell und intelligent reagieren kann und das uneingeschränkt verfügbar ist, aber auch weiterdenkt und sich weiterentwickelt. So müssen Maßnahmen zum Katastrophenschutz z.B. im direkten Dialog mit der Bevolkerung erprobt und entwickelt werden. Wir müssen im 21. Jhd anfangen neue Lehrer-Perspektiven zu gewinnen und mit dieser die Menschen über neue Kanäle erreichen: Neugier, Spieltrieb, Vielfältigkeit und Enablement. Enablement bezieht sich darauf, Menschen (oder Organisationen) Tools, Kooperation und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie zu ihrer Aufgabenbewältigung oder bei der Umsetzung von Projekten und Talenten befähigen.

[Randnotiz – Bezug zu Wikipedia Artikeln ”Game with a purpose” & ”Human based Computation Game”] Wir vertreten die Ansicht, das es auch im Rahmen einer neutralen Agenda für digitalen Infrastrukturwandel Aspekte der Gamifizierung geben darf, die ein offensichtlich förderliches Verhalten oder Bemühen um die Weltgemeinschaft belohnen darf. Diese minimale Gamifizierung ist über eine eigene Gamifizierungstheorie abstrahiert und reduziert sich zB. auf verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten des interfaces für das neutral System. Die bisher üblichen Prädiktorsysteme könnten ihres Einflusses enthoben werden wenn wir eine transitive Struktur zwischen Software, OS und Datentyp (und Berechnung) schaffen. Die kollektive und partizipatorische Gestaltung von recommender systemen würde z.B. ermöglichen das jeder frei wählen kann in welcher Weise sein digitales Abbild mit einer trace (history) referenziert wird oder nicht, und man könnte Kommentare dazu sammeln, ob man recommender systeme und deren ausufernden Energieverbrauch nicht vielleicht besser für Proteindesign, Virologie oder Game Design nutzen sollte.


III. Zielgruppenbezug

Wem genau möchtet ihr mit eurer Idee helfen? Wie erreicht ihr eure Zielgruppe? Und warum seid ihr euch sicher, dass eure Idee von der Zielgruppe gebraucht wird?

Wir wollen all denjenigen tools und Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sich privat oder institutionalisiert für eine ökologisch nachhaltige, gerechte und friedliche Welt engagieren. Da Interlink somit langfristig eine Umstrukturierung der gesamten Internetstruktur zum Ziel hat, gehört letztlich jeder Internetnutzer zur Zielgruppe – denn auch wenn das zunächst abstrakt oder unrealistisch klingt, betrachten wir deswegen nicht nur eine Zielgruppe sondern eine große Menge an Zielgruppen die alle eine andere Herangehensweise erfordern. Zu diesem Zweck gibt es die vielfältigen Modellsysteme die im Zuge des Interlink Unterfangens entwickelt werden.

Wir erreichen unsere Zielgruppe im Internet auf den sozialen Plattformen und den Communitys der NGO’s, über Internetforen und den Aufbau der Modellsysteme. Bisher haben wir diesen Schritt noch nicht eingeleitet, denn zunächst brauchen wir ein minimal nutzbares System – wie auf dieser Seite ist dies momentan vor allem Text. Der Zustand der Welt ist für uns ein Beweis düfer dass die bisherigen Versuche und Strategien die Welt zu retten nicht erfolgreich waren, obwohl das Verständnis dieses Begriffs so individuell wie auch abstrakt ist. Und da liegt auch das Problem, denn es fehlt an einem generellen, dynamischen und konkreten Verständnis des abstrakten Konzept hinter dem Wort Weltretten. Es bedarf einer konkreten Formalisierung was Menschen mit diesem Konzept meinen, was sie dabei empfinden, hoffen und sich wünschen.

Weltbewusstsein. Wie können wir mit dem Weltbewusstsein kommunizieren? Wie können wir menschliche Geschichte schreiben von der wir sicher sein können, das sie (auch) in der Zukunft als fundamentaler Fortschritt betrachtet werden kann? Durch eine dynamische Schnittstelle die genau das erfassen (quantifizieren) kann was für alle am wichtigsten ist – das Weltretten – kann das globale minimale Selbstbewusstsein der Menschheit beginnen zu entstehen, indem es sich als eine neue dezentrale komplexe Struktur begreifen kann die durch eine hinreichende digitale Repräsentation der vielfältigen Anteile des Lebens (einem multilayer multiplex) jeden in sich Einschließen und Aufnehmen kann. In dieser Abbildung sind nicht mehr Namen von Menschen und deren Persönlichkeit die Leitbilder, sondern die menschliche Natur und Dasein selbst, der menschliche Fehler, die menschliche Naivität, der menschliche Irrtum und die menschliche Genialität gleichermaßen. Sie alle gehören zur Natur des Menschen und bisher können die vielseitigen Aspekte des menschlichen Lebens nicht mehr so schnell kommuniziert werden, wie es nötig wäre um einige wesentliche Standards global zu verankern und zu gewährleisten.

Niemand profitiert durch Leid von Menschen. Dies sei zu verstehen als logischer Ausdruck. Dieser Ausdruck referenziert die Konzepte egoistischer Altruismus und altruistischer Egoismus. Wir möchten hier nicht auf die Diskussion innerhalb dieser Ebene hinaus sondern direkt die Lösung approximieren: Wie können wir die beschriebene Ebene mit Ausprägungen von maximalen Egoismus und minimalen Altruismus dennoch harmonisch verwalten, und in einer universellen lebensfreundlichen Organisationsstruktur zu friedlicher umweltbewusster Koexistenz verhelfen? Wir denken das geht nur, wenn alle dabei mitmachen können, mitmachen dürfen und sogar mitmachen sollen – denn das System das uns weiterbringen wird ist eines das per Definition das Engagement der Zivilbevölkerung als essentiellen Aspekt für die Konstitution einer stabilen Regierungsstrukturbeinhaltet.

Niemand profitiert durch Leid von Menschen, lediglich die Angst vor Veränderung erzeugt Widerstände gegen die Implementation und Entwicklung von unbekannten Strukturen und Lösungsansätzen die riskant erscheinen. Deswegen brauchen wir eine sich entwickelnde, dynamische Kommunikation. Diese kann leicht missverstanden werden als ein Vorschlag natürliche Sprache zu ersetzen. Die dynamische Kommunikation die wir hier als notwendig betrachten und eine dazugehörige Systemtheorie ermöglichen einen neuen Forschungszweig: der partizipatorische Agile-Development prozess von open source modulen im Rahmen eines generischen Operator Systems. Bisherige Computer stellen nur Operating systems bereit aber es fehlen universelle Standards auf die jeder Operator (enabled actor, actor als alive agent) zurückgreifen kann. Wir könnten innerhalb dieser induzierten Architektur auch das klassische Schema von Operating Systems durchqueren in welchen limitierte Services als proprietäre Funktionen (Programme) geladen werden. Mit einem transitiven (operator) Interface könnten User ihre intentionen sehr viel direkter und barrierefreier in Produktionen und Tätigkeiten übertragen. Dazu gehören zB. Konzepte bei denen die Rechenvorgänge nicht mehr über PCs ablaufen sondern die Befehle an Rechencluster übertragen werden welche das Ergebnis von Berechnungen an das Personal Interface streamen. So müsste zB. ein Benutzer seinen Rechner nicht hochfahren um eine mail zu schreiben, sondern könnte über einen aktiven interlink einfach die Tastenkombination an das System weiterreichen die er zB. für ”compose email” definiert hat.

Diese Art von Berechnung ist auch für ein globales government System effektiv, denn wenn es sich als ein Alignment von einem komplexen Startzustand zu einem (hyper)komplexen Zielzustand versteht braucht es kein establishment mehr um Stabilität zu erreichen. Der Handlungsspielraum für diplomatische und zwischenstaatliche Interaktion liese sich damit in neuer Weise erschließen.

*auf Grundlage von validierten Beweisen, Votings und

ein Ansatz wie wir zwischen komplexen Systemen die Eichung von komplexen Parameter ermöglichen können. zu kommunizieren, um zum Beispiel das Verteilungsproblem von Nahrungsmitteln und medizinischer, sozialer und infrastruktureller Versorgung

meine und dies in einer global kommunizierbaren digitalen Struktur für globale Vernetzung und Problemlösung.

letzte änderung + Vermerk das Text noch nicht vollständig überarbeitet wurde, D 22/6, 8:37


Alleinstellungsmerkmale

Wie ‘neu’ ist die Idee? Welche ähnlichen Lösungen gibt es schon, und was wird euer Projekt anders bzw. besser machen?

Die Idee von Interlink scheint in dieser Form einzigartig zu sein. Denn wir möchten nicht nur vielfältigste Inhalte bereitstellen sondern auch deren Repräsentation in einer dynamischen und offenen Umgebung ermöglichen. Die Entwicklung des Projektes hat 2019 begonnen und wir haben seitdem aktiv nach ähnlichen Ansätzen gesucht. Vergleichbare Ansätze bezüglich der Inhalte verfolgen z.B. Priority.wiki, Democracy without borders und fairvote.org. Interlink unterscheidet sich von diesen dadurch, dass wir eine neutrale und universell benutzbare digitale Architektur aufbauen wollen. Wir wollen nicht noch mehr Inhalt beitragen als ohnehin existiert – denn wir denken die Zutaten für eine bessere Welt liegen bereit. Es fehlt jedoch an einem Weg effizient und universell auf Inhalte zuzugreifen – dies ist so gesehen das Internet. Doch bereits beim Betriebssystem oder der Wahl des Browsers verfällt die Universalität. Aufgrund von Kompatibilität greifen viele User zu Windows, aufgrund der Einfachheit zu Apple und wer Selbstbestimmung in den Vordergrund stellt sucht sich eine Linuxdistribution. Wir möchten den Zugriff auf vorhandene Inhalt über eine neue Architektur gestalten um durch diese ein Netzwerk zwischen komplexen Systemen wie den hier genannten Ansätzen bilden zu können. Wir stellen Fragen wie ‘”Warum arbeitet das Global Priorities Institute nicht mit der UN und WHO zusammen, in einem offenen und regelmäßig Live gestreamten Diskurs wie wir schnellstmöglich global die Lebensbedingungen besser machen können?” Interlink hat darauf eine einfache Antwort: Der Umfang und die Vielfältigkeit an Information ist so groß, das die einfachen und wichtigsten Entscheidungen die schwierigsten geworden sind. Der Entwickler des Konzeptes hat dafür eine eigene Systematik zur Reduktion von Komplextät entwickelt die auf einer irregulären mehrwertigen Logik basiert. Mit dieser bauen wir dynamische assoziative Netzwerke auf, die komplexe Konzepte repräsentieren können und diesen neue Optionen zur Komplexitätsreduktion und Abstraktion ermöglicht.

Durch die Verwendung einer mehrwertigen Logik können Inhalte anhand der Gewichtung von Assoziationen immer auf die drei Grundwerte der Logik bezogen und damit vereinfacht werden. Dies vermöglicht eine konsistente Reduktion und damit auch bessere Visualisierung von Komplexität. Konsistent meint hier, das sich jeder anzeigen lassen kann warum in welchem Kontext welche Reduktion ausgeführt wurde – und kann bei jedem der Schritte seine Zustimmung oder seinen Widerspruch vermerken. Durch diese Dynamik können wir Demokratie in die Architektur selbst einbauen. Durch ein entsprechendes Interface können User dann die vielfältigen Zusammenhänge unserer Welt leichter ergründen und den Einfluss lokaler Handlungen auf globale Probleme erkennen. Wir möchten dann Optionen, diesen Problemen als Individuum oder Organisation begegnen zu können, in das Interface einbetten und besonders hervorheben wenn sich Anbieter oder Organisationen (aber auch Trends und Medien) in besonderer Weise um eine gesunde und bewusste Zukunft des Lebens auf der Welt bemühen.

Eine Liste ähnlicher Software-Ansätze wird Zusammengefasst auf: Entwicklung und eine Liste von inhaltlich verwanden Ansätzen kann unter Vernetzen gefunden werden. Die WirVsVirus Bewegung kann als erster erfolgreicher Hybrid zwischen ideologischem Inhalt und Implementation gesehen werden.

Interlink möchte einen Diskurs auf mehreren Ebenen (Domains) gleichzeitig starten:


Entwicklungsstand

Wie weit seid ihr mit der Idee? Was ist der momentane Status, was habt ihr bereits erreicht?

Wir haben einen umfangreichen theoretischen Hintergrund erarbeitet in den Erkenntnisse aus der Komplexitätstheorie, theoretischen Informatik, angewandten Systemwissenschaft, Biophysik, künstlichen Intelligenz, Computerlinguistik und Kognitionswissenschaft eingeflossen sind. Wir haben bereits knapp 400 konkrete Projektideen konzipiert, wie unsere Architektur auf unterschiedlichste Inhalte angewandt werden kann. Diese Projektideen sind sowohl Teil als auch Modell der Gesamtstruktur von Interlink und werden seit Februar ausformuliert. Die Hauptseite von interlink (interlink.life) ist online, etwa 30 weitere Seiten sind im Aufbau und etwa 400 Domains sind für das gesamte Projekt reserviert. Die Dreharbeiten für ein Informationsvideo über Interlink sind abgeschlossen und wir arbeiten kontinuierlich an der Darstellung und Verständlichkeit unserer Inhalte. Da der theoretische Hintergrund sehr umfangreich ist und auf viel Fachkenntnissen beruht ist die Zusammenstellung von Publikationen darüber zeitaufwändig, aber ebenso in aktiver Bearbeitung.


Ordne euer Projekt einem Themenbereich zu: Wissensnetzwerke

Wie leistet eure Idee einen Beitrag in diesem Themenschwerpunkt? Welche Vision verfolgt ihr mit eurer Idee?

Unser Beitrag zum Themenbereich Wissensnetzwerke ist eine Architektur die jede Art von Wissensnetzwerk miteinander kompatibel machen kann. Wir möchten so ein Interface entwickeln das gleichermaßen Bildung und Diskussion ermöglicht und dynamisch die Wechselwirkungen auf unserer Welt abbilden kann. Wikipedia und alle Teilbereiche der Wikimedia Foundation stellen dafür eine optimale Grundlage dar. Unsere Vision ist die Digitalisierung zum Schutz des Lebens einzusetzen.


Warum möchtet ihr an dem Accelerator teilnehmen? Wo braucht ihr konkret Unterstützung?

Wir haben die theoretischen Grundlagen für unser Projekt gelegt und brauchen jetzt Unterstützung in der praktischen Umsetzung. Das heißt vor allem Programmierer und Mediendesigner, um Webseiten zu erstellen und zu gestalten, die dann Teil des Interlinknetzwerks werden. Wir brauchen Unterstützung, um ein öffentliches Interesse an unserem Projekt zu generieren.

Und wir brauchen nach wie vor Unterstützung in der Kommunikation unseres extrem komplexen Gesamtprojekts, also bei der Frage, wie man unsere Idee so auf den Punkt bringt, dass sie Menschen ohne Vorkenntnisse erreicht, begeistert und zum Mitmachen motiviert.


Wie seid ihr auf das Accelerator-Programm aufmerksam geworden?

Wir haben den WirVsVirus Hackathon der Bundesregierung mitverfolgt und möchten mit unserer Idee das Momentum und die Dynamik dieser neuen digitalen Bewegung aufgreifen und am Laufen halten. Im Zuge davon sind wir auf das UNLOCK Programm gestoßen.

Freie Lizenz

Meine Teammitglieder und ich sind damit einverstanden, die Projektergebnisse unter einer im Sinne von Open Source (https://opensource.org/licenses) oder Open Definition (http://opendefinition.org/licenses/) freien Lizenz öffentlich zugänglich auf wikimedia.de zur Verfügung zu stellen. Dadurch können die Projektergebnisse frei im Netz weitergegeben werden und können andere darauf aufbauen. Als Lizenzen empfehlen wir: Für Programmcode die Lizenzen GPL2, GPL3, MIT oder Apache, für sonstige Inhalte wie Text, Bilder, Grafiken, Videos, Musik entweder CC BY 4.0 international oder CC BY-SA 4.0 international.